5150 Kraichgau – Ironman Triathlon 2019

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Die Hitzeschlacht

Sonntag Nachmittag. Ca. 15 Uhr. Die Sonne brennt beim 5150 Kraichgau Ironman.

Nach 8 Motorrädern mit Kampfrichtern auf dem Sozius starten ich und Harald als Schlussfahrzeuge auf die Radrennstrecke. Jeder mit seinem eigenen Motorrad und ohne Sozius.

Wir bilden die Nachhut und gleiten mit den letzten 100 Athleten auf der Radstrecke mit. Harald sucht einen verlorenen Gegenstand auf der Strecke und ich fahre alleine weiter.

Hitzeopfer I

Auf dem Anstieg kurz nach Östringen sitzt ein Athlet im Gras und erklärt mir: „Alles ok, ich fahre gleich weiter.“

Das ist übrigens die Antwort, die man von nahezu allen Menschen hört, die einen zumindest leichten Hitzeschlag haben. Hier gilt es stets: Mindestens dabeibleiben, wenn sich der Zustand nicht bessert Hilfe holen.

Plattfuß I

Während ich mich mit Hitzeopfer I unterhalte kommt ein anderer Athlet zu Fuß den Berg herunter. Ihm geht es gut aber er hat einen platten Reifen. Hitzeopfer I hat einen Ersatzschlauch. Wie praktisch!

Allerdings habe ich keine Ahnung, wie die Jungs dann an eine Luftpumpe gekommen sind. Haben die Radler sowas auch dabei?

Inzwischen ist die Hilfe für Hitzeopfer I gesichert und ich fahre weiter.

Topcase volltanken

An der Versorungsstation in Eichelberg halte ich und packe Getränke in mein Topcase. Cola, Wasser, Iso. Von allem etwas. Damit habe ich zumindest eine kleine Erstversorgung für weitere heißgelaufene Athleten.

Plattfuß II

Auf Kilometer 30 liegt der Schindelberg. Ein heftiger und langer Anstieg. Im oberen Drittel läuft rechts eine Athletin im Gras und schiebt ihr Rad. Mit Socken, weil man mit den Radschuhen nicht laufen kann.

Obwohl sie in der prallen Sonne läuft geht es ihr gut. Schade nur, dass ihr Rad einen Platten hat.

Der anfangs abgelehnte Isodrink ist dann doch willkommen. Außerdem sicherlich auch sinnvoll.

Vielen Dank an die engagierten Reifenwechsler!

Es stellt sich heraus, dass jemand in das teure Rennrad einen schlecht geflickten Schlauch eingezogen hat.

Da war leider kein Profi am Werk und die Athletin musste es jetzt aus-sonnen-baden.

Nachdem wir eine Lösung zur Reparatur des Reifens gefunden haben fährt die Sportlerin das steilste Stück den Schindelberg hoch, als hätte sie einen Motor im Rad. Da steckt viel Training dahinter! Wow!

Hitzeopfer II

Auf dem Rückweg durch Östringen habe ich erneut Kundschaft. Der Athlet liegt bereits mit Infusion des DRK auf dem Gehweg. Ich lasse zusätzlich noch ein Wasser und einen Isodrink aus meinem Topcase da.

Hitzeopfer III

Mit besten Genesungswünschen fahre ich zum Ziel und anschließend nach Hause. Trotz regelmäßigem Flüssigkeitsnachschub habe auch ich in meiner Motorradkluft heute etwas zu viel Hitze abbekommen. Jede Menge Wasser, eine erfrischende Dusche und eine längere Pause auf dem Sofa reichen zum Glück, um mich zu erholen.

Diese 5150 Hitzeschlacht wird damit sowohl mir, als auch vielen Athleten heiß in Erinnerung bleiben.

Die Fotos auf diesem Artikel zeigen die Strecke und das Rennen. Selbstverständlich aber NICHT Athleten die aus körperlichen Gründen oder wegen Materialschaden Hilfe brauchen.

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